Mai 25, 2021

Neue Anforderungen an die Kommissionierung

Die Digitalisierung als großer Trend in der Logistikbranche stellt sowohl Großunternehmen als auch klein- und mittelständische Unternehmen vor eine große Herausforderung. Getrieben wird die Digitalisierung von externen Faktoren wie Kundenanforderungen und Wettbewerbsdruck. Die Erwartungen der Kunden an die Logistikbranche sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Eine hohe Transparenz in Bezug auf die Verfügbarkeit von Waren, aber  auch eine schnelle Sendungszustellung sind nur ein Teil dieser Anforderungen. Auch der Wettbewerb schläft nicht und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Hierbei sollten Logistikunternehmen aufpassen, nicht vom Wettbewerb überholt und damit den Standards, die auf dem Markt herrschen, nicht mehr gerecht zu werden. Daher sind kontinuierliche Prozessanpassungen zur Optimierung des Lagers notwendig. Eine effektive Kommissionierung zeichnet sich zum Beispiel durch eine schnelle und fehlerfrei Abwicklung aus. Dabei können neue und moderne Technologien die Mitarbeiter bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen.

Hemmnisse erkennen und überwinden

Wie so häufig bei Veränderungen von Strukturen existieren auch bei der Digitalisierung von Lager- und Logistikprozessen verschiedene Hürden. Hohe Kosten für die Einführung neuer Technologien, Einarbeitung und Schulung von Personal, Organisation von neuen Prozessabläufen und viele weitere Aspekte lassen Unternehmen davor zurückschrecken.

Die Optimierung von Lagerprozessen im Zuge der Digitalisierung schließt auch die Kommissionierabläufe mit ein. Die herkömmliche Kommissioniermethode Pick-by-Paper kommt ohne technische Unterstützung aus. Dies hat allerdings zur Folge, dass die Daten zu einem späteren Zeitpunkt in der Lagerverwaltungssoftware manuell erfasst werden müssen.  Dieser Vorgang ist sehr zeitaufwendig und fehleranfällig. Aufgrund dessen gewinnt die beleglose Kommissionierung immer mehr an Bedeutung, da der Mitarbeiter technische bzw. digitale Unterstützung beim Kommissionieren erhält.

Beleglose Kommissioniermethoden

Durch die Vielzahl an Unternehmens- und Lagerstrukturen haben sich unterschiedliche Kommissioniermethoden entwickelt. Die Kommissionierleistung im Lager hat hierbei einen wesentlichen Einfluss auf die logistische Wirtschaftlichkeit. Die Unternehmen versuchen hierbei die Beschleunigung der Kommissionierabläufe und die gleichzeitige Senkung der Fehlerquote durch den Einsatz von verschiedenen technologischen Verfahren zu erreichen. Eines dieser Verfahren stellt die beleglose Kommissionierung dar. Als beleglose Kommissionierung wird eine Kommissionierart bezeichnet, die ohne Einsatz von Papier, wie beispielsweise Kommissionierzettel, auskommt. Das ERP-System dient hier als Bindeglied zwischen den verschiedenen elektronischen Verfahren. Mithilfe der Verwendung unterschiedlicher Geräte wie mobile Scanner, Datenterminals oder Monitore an Dispositionsstellen erhalten die Kommissionierer die wichtigsten Informationen und Daten für ihre tägliche Arbeit in digitaler Form. Angewendet werden hier die Technologien von Pick-by-Scan, Pick-by-Ligth, Pick-by-Voice und Pick-by-Vision.

Pick-by-Technologien

Zu den vier Best-Practice Kommissioniermethoden gehören Pick-by-Scan, Pick-by-Light, Pick-by- Voice und Pick-by-Vision. Beim Pick-by-Scan werden mobile oder Stapler-Terminals eingesetzt, mit denen die Mitarbeiter die Daten im Lager erfassen. Bei der Pick-by-Light-Methode befinden sich an jedem Lagerfach Signallampen als optische Zeichen für die Mitarbeiter, mithilfe dieser sie durch das Lager geleitet werden. Die Methode Pick-by-Voice ist technisch einfacher aufgebaut und die Kommunikation von System und Mitarbeiter erfolgt über ein Funk-Headset.  Die Vorteile von Pick-by-Light und Pick-by-Voice werden bei Pick-by-Vision vereint. Der Mitarbeiter trägt eine Augmented Reality (AR) Datenbrille, auf die ihm statt computergenerierter Sprachanweisungen alle relevanten Informationen für den Kommissionierungsauftrag eingeblendet werden.

Auswahl des richtigen Pick-by-Verfahrens

Eine standardisierte „Best-of“-Empfehlung, welche Kommissioniermethode für das Unternehmen geeignet ist, ist nur schwierig zu treffen. So ist die Größe und das Gewicht der zu kommissionierenden Ware, die Umschlagshäufigkeit und der Kostenaufwand in Bezug auf die Anbindung an die Lagerverwaltungssoftware sowie die Installation und Schulung des Personal Ausschlag gebend.

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