Oktober 15, 2020

The Winner checks it all

Die Spedition Winner automatisiert die Sanktionslistenprüfung mit S-CHECK und profitiert von fuzzybasierten Algorithmen, mit der die Trefferqualität optimiert wird.

Präzise, nachhaltig, effizient: Diese Werte transportiert das Verwaltungsgebäude der Winner Spedition am Stammsitz in Iserlohn. Im Jahr 2016 wurde die Architektur des Bürogebäudes mit dem international renommierten „Iconic Award“ ausgezeichnet und ist damit eine der wenigen Firmenzentralen der Logistikbranche, die einen derart hohen Anspruch an die Ästhetik verkörpern.

Präzise, nachhaltig und effizient ist aber auch die IT-Infrastruktur der Winner Spedition, deren Basis die von IBM konzipierte Plattform „AS/400“ bildet. Die heutigen Versionen werden unter den Namen „iSeries“ oder „IBM i“ gehandelt. Zu ihren Stärken gehören eine extrem hohe Leistung, gepaart mit Zuverlässigkeit und einer konsequenten Aufwärtskompatibilität. Ein beliebiges Programm, das 1988 für die damalige AS/400 geschrieben wurde, welches man heute fast unverändert auf einem Nachfolgemodell zum Laufen bringen kann.

Guter persönlicher Eindruck

Dennoch musste sich Winner jetzt von einer älteren Software verabschieden, weil diese vom Hersteller nicht mehr gewartet und aktualisiert wurde. Wer der Pflicht zur Sanktionslistenprüfung nicht nachkommt oder gegen die Verordnung verstößt, begeht eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit nach dem Außenwirtschaftsgesetz (AWG). „Wir suchten deshalb eine neue Applikation für die automatisierte Sanktionslistenprüfung“, berichtet CIO Metin Isiktas, der sich im Internet über mögliche Alternativen informiert hat. „Ich bin schnell auf die Lösung S-CHECK gestoßen, die unsere Anforderungen vollkommen abdecken konnte“, erinnert sich der IT-Manager, der für einen Preisvergleich zwei weitere Anbieter in die Entscheidung einbezogen hatte. S-CHECK ist eine Lösung der TIA, einem Unternehmen der MHP Solution Group. „Ein stimmiger Preis, ein passendes Produkt und ein guter persönlicher Eindruck von den Ansprechpartnern bei der TIA“ hätten am Ende „klar für S-CHECK gesprochen“, so dass die Software bereits wenige Wochen später auf dem Server von Winner installiert wurde.

Der Schulungsaufwand für die zwei in die Sanktionslistenprüfung involvierten Mitarbeiter der Abteilung Recht, Versicherung und Schaden fiel gering aus. „Es gibt beim Abgleich der Adressen mit den Sanktionslisten nur zwei Anwendungsfälle“, erklärt Isiktas. Zum einen könne eine neue Adresse manuell in S-CHECK eingegeben und geprüft werden, wobei sich die Eingabemaske intuitiv bedienen lasse. Zum anderen liefere die Software Listen mit potenziellen Treffern, die von den Mitarbeitern geprüft und bewertet werden müssen.

Minimierte „False-Positive“-Rate

Um die so genannte „False-Positive“-Rate zu beeinflussen, kann bei S-CHECK ein Schwellenwert für die Übereinstimmung mit gemeldeten Adressen eingestellt werden. „Bei uns schlägt die Software ab einer Übereinstimmung von 70 bis 80 Prozent an“, so der CIO. Bislang sei bei Winner aber noch nie ein „echter Fall“ aufgetreten, bei dem eine Adresse nicht beliefert werden durfte.

Ein großer Vorteil von S-CHECK besteht in der hohen Trefferqualität der Softwarelösung. Bei der Aufbereitung der zu durchsuchenden Anti-Terror-Listen werden bereits unterschiedliche Schreibweisen, Übersetzungsfehler und phonetische Ähnlichkeiten berücksichtigt. Beim Abgleichen wird zunächst jeder mögliche Eintrag gefunden, der zu einer Anti-Terror-Adresse gehört. Die Suche verwendet dabei neben den fuzzybasierten Algorithmen eine Distanzfunktion, die ein Ähnlichkeitsmaß zwischen den Vektoren der zu suchenden Adresse und den Vektoren der Anti-Terror-Adresse bestimmt. Die verwendete Distanzfunktion berücksichtigt neben der Ähnlichkeit der Einträge auch die Relevanz eines Wortbereiches. So fallen oft verwendete Adressteile wie zum Beispiel „Straße“ weniger ins Gewicht als „Bartholomäusweg“.

Unabhängig von externen Dienstleistern

Im nächsten Schritt wird S-CHECK durch das IT-Team von Winner in das bestehende ERP- und Transportmanagementsystem integriert, damit die Adressen automatisch mit allen relevanten Sanktionslisten abgeglichen werden. Derzeit erledigt das noch die bisherige Software, die jedoch in einigen wichtigen Punkten hinter der TIA-Lösung zurücksteht. „Mit S-CHECK haben wir zukünftig einen webbasierten Zugriff auf die permanent aktualisierten Sanktionslisten und müssen uns nicht mehr selbst um die Updates der Adresslisten kümmern“, betont Isiktas, der mit seinem neuen Lieferanten gerne zusammenarbeitet. „TIA hat uns mit allen notwendigen Dokumentationen unterstützt, so dass wir S-CHECK unabhängig von externen Dienstleistern in unsere bestehende Software-Landschaft integrieren können.“ Bis Dezember 2020 soll dieses Vorhaben erledigt sein: präzise, nachhaltig und effizient.

Hintergrund: Winner Spedition

Die Winner Spedition GmbH & Co. KG ist ein internationaler Logistikdienstleister mit Sitz in Iserlohn, dessen Geschichte bis auf das Jahr 1946 zurückgeht. Zu den Kernkompetenzen des mittelständischen Familienunternehmens zählen der Transport von Industriegütern mit einer Spezialisierung auf Langgut. Außerdem kombiniert Winner mit dem Einsatz von Ganzzügen (Company Trains) die Verkehrsträger Straße mit Schiene. Der eigene Fuhrpark umfasst 150 ziehende Einheiten, 400 Sattelauflieger mit integrierter Coilmulde, 150 Coil Units und 600 Wechselbrücken. Die in dritter Generation inhabergeführte Spedition beschäftigt rund 550 Mitarbeiter und betreibt 22 Standorte in Deutschland, Italien, Polen, Tschechien und Österreich. Einheitliche Umschlag- und Lagerimmobilien, sowie ebenerdige Drive-in-Läger mit Krananlagen mit 3 bis 32 Tonnen Hubkraft sichern fest definierte Laufzeiten und witterungsunabhängiges Handling. Insgesamt verfügt Winner über 78.000 qm überdachte Lagerfläche, von denen 20.000 qm beheizt werden können. Winner ist zertifiziert gemäß DIN EN ISO 9001:2015, AEO, SQAS und DIN EN 16247-1.

Weitere Infos unter www.winner-spedition.de

Hintergrund: MHP Solution Group – DOING LOGISTICS

Die 1999 gegründete MHP Solution Group GmbH mit Sitz in Neustadt am Rübenberge bei Hannover ist Gesamtanbieter für intelligente Softwarelösungen, Hardware, Beratung und Business Intelligence in der Logistik. Die Unternehmensgruppe vereint über 250 Jahre Logistik-Kompetenz kombiniert mit branchenübergreifendem Logistikwissen und zukunftsweisenden Businesslösungen für die Optimierung der Logistik-Prozesse. An 12 Standorten in Europa beschäftigen die 10 Unternehmen der MHP Solution Group rund 300 Mitarbeiter, organisiert in vier Produktbereiche: Customs (TIA innovations GmbH Böbingen, AZ Außenwirtschafts- und Zollberatungsgesellschaft mbH Albstadt), Warehouse (aisys Advanced Information Systems GmbH Würzburg, KDL Logistiksysteme GmbH Hamburg, LogControl GmbH Pforzheim, PANDA PRODUCTS Barcode-Systeme GmbH Norderstedt), Shipping (MHP Software GmbH Neustadt, MHP Software S.L. Spanien) & Transport (BNS GmbH Düsseldorf, TRANSDATA Software GmbH & Co. KG Bielefeld) sowie das Entwicklungshub MHP Solution Center in Spanien.

Weitere Informationen zum Unternehmen unter: www.mhp-solution-group.com & www.doing-logistics.com